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Aktuelle News

Rechnungsberichtigung

20. Februar 2020

Umsicht und Gründlichkeit sind bei der Berichtigung einer Rechnung unbedingt erforderlich. Den formalen Anforderungen genügt es nicht, wenn wie im Urteilsfall auf einer Rechnung lediglich der Vermerk „Komm. 245“ angebracht wurde, der sich auch auf der ursprünglichen Rechnung befindet. Die formalen Anforderungen sind somit nicht erfüllt. Dies sei lt. BFH kaum aussagekräftig, bzw. viel zu vage, denn das Berichtigungsdokument muss spezifisch und eindeutig auf die ursprüngliche fehlerhafte Rechnung Bezug nehmen. Auch gilt, je mehr Identifikationsmerkmale der fehlerhaften ursprünglichen Rechnung auf dem Berichtigungsdokument festgehalten werden, desto eindeutiger.

Manipulationssoftware Kassenführung

03. Februar 2020

Zwei Brüder wurden zu Haftstrafen von 7 ½ sowie 3 ½ Jahren wegen gewerbsmäßiger Beihilfe zur Steuerhinterziehung und Fälschung technischer Aufzeichnungen durch das LG Osnabrück verurteilt. Über Ihr Unternehmen hatten die beiden Brüder Manipulationssoftware für elektronische Kassen vertrieben. In dieser Software war eine Programmdatei versteckt, mit der man die Tagesumsätze nachträglich verringern konnte. Die verbleibenden Umsätze wurden nach der Manipulation entsprechend angepasst und die davor durchgeführte Manipulation wurde gelöscht. Eine Entdeckung war somit kaum möglich. Weiterhin hatte die Software eine Dokumentation, mit der den Prüfern eine ordnungsgemäße Funktion der Kassensoftware vorgegaukelt werden sollte. Das Steuergeheimnis galt in diesem Strafverfahren nicht, so dass bekannt ist, in welcher Branche die Software eingesetzt worden ist, nämlich in zahlreichen China-Restaurants in Niedersachsen. Der Steuerschaden betrug dabei ca. 6 Millionen Euro.

Kassenbelege - Höhere Gewalt

10. Januar 2020

Im Falle des Vorliegens sogenannter sachlicher Härten kann in Ausnahmefällen auf die Pflicht zur Ausgabe von Kassenbelegen verzichtet werden. So lautet die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion. Beispielsweise liegen solche Härten vor, wenn durch höhere Gealt eine Belegausgabe nicht möglich ist, wie bei Stromausfall, Wasserschaden, Ausfall der Belegausgabe-Einheit oder wenn die Belegausgabepflicht für den Steuerpflichtigen im konkreten Einzelfall nicht zumutbar ist. Die Prüfung und Entscheidung ob eine im Einzelfall sachliche oder persönliche Härte vorliegt, obliegt der zuständigen Finanzbehörde. Weiterhin hat die Bundesregierung angekündigt, dass sie sich dafür einsetzen wolle, bestimmte Geschäfte von Papierbelegen zu befreien. Es bestehe auch die Möglichkeit, Belege elektronisch auszugeben.

Aufbewahrungsfristen

03. Januar 2020

Nach dem 31.12.2019 können folgende Buchhaltungssunterlagen vernichtet werden:
- Aufzeichnungen aus 2009 und früher,
- Inventare, die bis zum 31.12.2009 aufgestellt worden sind,
- Bücher, in denen die letzte Eintragung im Jahr 2009 oder früher erfolgt ist,
- Jahresabschlüsse, Lageberichte und Eröffnungsbilanzen, die 2009 oder früher aufgestellt worden sind,
- Buchungsbelege aus dem Jahr 2009 oder früher,
- Empfangene Handels- oder Geschäftsbriefe oder Kopien der abgesandten Handels- oder Geschäftsbriefe die 2013 oder früher empfangen, bzw. abgesandt wurden,
- Sonstige für die Besteuerung bedeutsame Unterlagen aus dem Jahr 2013 oder früher.
Fristen für die Steuerfestsetzungen sind zu beachten, wobei davon ausgegangen wird, dass die letzten Aufzeichnungen für das jeweilige Jahr im Folgejahr erfolgten. Wurden sie später vorgenommen, sind die Unterlagen entsprechend länger aufzubewahren.
Ferner dürfen Unterlagen nicht vernichtet werden, wenn sie von Bedeutung sind für eine begonnene Außenprüfung, für anhängige steuerstraf- oder bußgeldrechtliche Ermittlungen, für ein schwebendes oder aufgrund einer Außenprüfung zu erwartendes Rechtsbehelfsverfahren oder zur Begründung der Anträge an das Finanzamt und bei vorläufigen Steuerfestsetzungen. Auch ist darauf zu achten, dass die elektronisch erstellten Daten für zehn Jahre vorgehalten werden müssen.