Sie suchen einen selbständigen Buchhalter & Bilanzbuchhalter?

Kooperationspartner

Selbständige Buchhalter und Bilanzbuchhalter sind Experten auf ihrem Gebiet.
Kooperationspartner unterstützen diese zur optimalen Betreuung ihrer Mandanten.

Aktuelle News

Umsatzsteuer und Sachspenden

14. April 2021

Zur umsatzsteuerlichen Behandlung von Sachspenden wurden durch das Bundesfinanz-ministerium zwei Schreiben veröffentlicht. Ferner können Einzelhändler von einer Billig-keitsregelung profitieren, wenn sie im Zeitraum vom 01.03.2020 bis 31.12.2021 Waren an steuerbegünstigte Organisationen spenden bzw. gespendet haben. Grundlage für die Umsatzbesteuerung bei Sachspenden ist die Ermittlung der Bemessungsgrundlage. Null Euro können nur bei wertloser Ware angesetzt werden. Eine Ausnahmesituation liegt durch die Corona-Pandemie beim Einzelhandel vor. Wenn betroffene Unternehmer liegen gebliebene Saisonwaren spenden, können sie von einer Billigkeitsregel profitieren. Wenn steuerbegünstigte Organisationen die Waren erhalten, wird die unentgeltliche Wertabgabe nicht besteuert. Die Schreiben sind auf der Homepage des BMF abrufbar.

Rechte und Pflichten Homeoffice

31. März 2021


Die Corona-Pandemie ist eine Bedrohung für die Gesundheit. Das Ansteckungsrisiko am Arbeitsplatz soll möglichst verringert werden. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, seinen Beschäftigten die Arbeit im Homeoffice anzubieten, soweit im Fall von Büroarbeit und vergleichbaren Tätigkeiten keine zwingenden Gründe entgegenstehen. Diese Gründe hat der Arbeitgeber im Einzelfall darzulegen. Das Arbeiten zu Hause ist auch weiterhin an die Zustimmung der Arbeitgeber geknüpft. Eine abweichende Festlegung des vertraglichen Arbeitsortes bedarf einer vertraglichen Regelung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Wenn der Arbeitgeber das Homeoffice verweigert, obwohl Arbeiten von zuhause möglich wäre, sollten die Beschäftigten sich zunächst an den Arbeitgeber wenden. Nötigenfalls kann Kontakt mit den Arbeitsschutzbehörden aufgenommen werden. Hier muss der Arbeitgeber die Gründe darlegen, weshalb Homeoffice nicht möglich ist.

Kassenzertifizierung

25. März 2021

Zum 31.03.2021 läuft die Nichtbeanstandungsregelung der Länder zur Umrüstung elektronischer Kassen auf TSE aus. Darauf macht der Deutsche Steuerberaterverband (DStV) aufmerksam. Zeitgleich verweist er auf Startschwierigkeiten in Bezug auf cloudbasierte TSE-Lösungen hin. Dem Verband zufolge sollten betroffene Steuerpflichtige daher zeitnah eine Fristverlängerung beantragen. Teile der Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft haben eine detaillierte Praxishilfe veröffentlicht, die auf der Homepage des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks veröffentlicht ist.

Digitale Wirtschaftsgüter sofort abschreiben

18. März 2021


Mit einem BMF-Schreiben vom 26. Februar 2021 hat die Finanzverwaltung eine Sofortabschreibung für sogenannte digitale Wirtschaftsgüter auf den Weg gebracht.

Aufgrund der rasanten Entwicklungen auf dem digitalen Sektor wurde die Nutzungsdauer für Hard- und Software auf ein Jahr gesenkt. Dies bedeutet, dass Steuerpflichtige ab 2021 unabhängig von der Höhe der Anschaffungskosten ein Wahlrecht zur Sofortabschreibung von Computergeräten und Software haben. Dies gilt bereits für alle Wirtschaftsjahre die in 2021 enden. Außerdem werden von dieser Regelung auch die in den Vorjahren angeschafften Wirtschaftsgüter erfasst. Wer diese im Jahr der Anschaffung auf mehrere Jahre verteilt hat, kann in 2021 den Restbuchwert sofort als Betriebsausgabe bzw. Werbungskosten behandeln.

Von dem steuerlichen Wahlrecht werden sowohl Gewinneinkünfte als auch Überschusseinkünfte erfasst. Liegen die Anschaffungskosten über der GWG-Grenze von 800 Euro, sollte geprüft werden, ob eine Sofortabschreibung Sinn macht. Gerade für Arbeitnehmer kann dies im Hinblick auf den Werbungskostenpauschbetrag eine Möglichkeit sein, höhere tatsächliche Werbungskosten geltend zu machen.

Eine Verteilung über eine längere Nutzungsdauer ist weiterhin möglich. In der Handelsbilanz besteht zudem die Verpflichtung die Nutzungsdauer richtig zu schätzen, dies kann z.B. auf Erfahrungswerte beruhen. Kann der Kaufmann die kürzere Nutzungsdauer von einem Jahr nicht nachweisen, ergeben sich hieraus regelmäßig Abweichungen von Handels- und Steuerbilanz, wenn in der Steuerbilanz vom Wahlrecht Gebrauch gemacht wird.

Außerdem sind die Voraussetzungen für die neue Sofortabschreibung weiter gefasst, als diejenigen die das Wahlrecht für geringwertige Wirtschaftsgüter beinhalten. Die digitalen Wirtschaftsgüter, die der neuen Regelung unterliegen, müssen keine selbstständige Nutzungsfähigkeit aufweisen. In seinem Schreiben ist das BMF detailliert darauf eingegangen, welche Hardware der Begünstigung unterfällt, wie z.B. Desktop- und Notebook-Computer, Work- und Dockingstationen usw. Des Weiteren zählt zu der begünstigten Software abgesehen von Anwender-Software unter bestimmten Voraussetzungen auch Individual-Software.

Gerade vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und den damit zusammenhängenden notwendigen Ausgaben für den digitalen Bereich, ist die Möglichkeit der Sofortabschreibung zu begrüßen und sollte im Einzelfall immer geprüft werden.